In Deutschland gibt es noch Verbesserungspotential bei der Ernährung.
Fisch und Krustentiere sind Mangelware auf dem Speiseplan der Deutschen: Ca. 90 g nahmen die Befragten der Nationalen Verzehrsstudie 2008 pro Woche zu sich. Damit lagen sie im Mittel über 50 % unter den empfohlenen rund 200 g Fisch.
Frauen und Männer verzehren im Durchschnitt weniger als 150 g Gemüse, Pilze und Hülsenfrüchte pro Tag. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 400 g pro Tag. Dies unterschreiten 87,4% der Befragten.
Frauen essen durchschnittlich ausreichend Obst, während Männer pro Tag durchschnittlich ca. 30 g zu wenig zu sich nehmen. Insgesamt lagen ca. 60 % der Befragten mit ihrem täglichen Verzehr unterhalb der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung von 250 g pro Tag.
Klar unterschritten werden auch die Referenzwerte für Vitamin D und Folsäure (Vitamin B9). Besonders deutlich ist dies bei Senioren, von denen über 90 % die Empfehlung für die Vitamin D-Zufuhr unterschreiten, und bei der Altersgruppe 14-24, von denen 86 % (Männer) bzw. 96 % (Frauen) den Referenzwert nicht erreichen.
Auch die Empfehlung für Calcium wird zu einem großen Teil nicht erreicht: 46% der Männer und 55% der Frauen liegen hier unter dem Referenzwert.
Quelle: Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel (2008): Ergebnisbericht der Nationalen Verzehrsstudie II - Teil 2.