Vitamin K

Vitamin K2 ist besonders konzentriert in fermentierten Sojabohnen

Vitamin K ist ein Vitamin, das wichtig für die Bildung von Knochengewebe, die Blutgerinnung und die Verhinderung des Abbaus von Nervengewebe ist.

Vitamin K ist eine Familie fettlöslicher Vitamine, die in zwei Gruppen eingeteilt werden kann: Vitamin K1 und Vitamin K2.

 

 

Natürliche Formen von Vitamin K

Vitamin K1 nennt man auch Phyllochinon und findet sich in grünen Pflanzen wie Rosenkohl, Brokkoli, Spinat, Salat und Kohl.

Vitamin K2, oder auch Menachinon, wird von Bakterien im Darm produziert und ist in geringen Mengen bspw. in Nieren, Eiern, Leber und Käse enthalten. Natto, fermentierte Sojabohnen, sind besonders reich an Vitamin K2. Vitamin K2 existiert in verschiedenen Formen, die unterschiedlich im Körper transportiert werden können. Man geht davon aus, dass einige Formen von Vitamin K2 (z.B. MK-7, MK-8 und MK-9) sehr gut absorbiert werden, länger im Blut verweilen als Vitamin K1 und dem Körper deshalb leichter zur Verfügung stehen.

Im Körper werden die verschiedenen Vitamin K-Formen in Menachinon-4 umgewandelt, eine Form, die der Körper verwenden kann.

Funktion von Vitamin K

Vitamin K hat verschiedene wichtige Funktionen im Körper. Es wirkt durch Aktivierung von Proteinen an verschiedenen Stellen im Körper. Es sind 14 Proteine bekannt, die von Vitamin K abhängig sind, unter anderem in Nieren, Knochengewebe und Blut. Die Aktivierung führt dazu, dass die Proteine Calcium an sich binden können. Vitamin K2 sorgt dafür, dass Calcium im Körper dorthin gelangt, wo es benötigt wird.

Blutgerinnung

Vitamin K1 hat seine wahrscheinlich wichtigste Funktion in der Leber. Dort wird es vom Blut aufgenommen und aktiviert Proteine, die wichtig für die Blutgerinnung sind.

Knochengewebe

Vitamin K aktiviert die Proteine, für deren Produktion Vitamin D wichtig ist. Knochengewebe enthält drei Proteine, die von Vitamin K aktiviert werden: Osteocalcin, Matrix Gla-Protein und Protein S. Man nimmt an, dass diese Proteine wichtig für die Stärke des Skelettes sind, da sie die Mineralisierung von Knochengewebe beeinflussen.

Blutgefäße

Vitamin K2 aktiviert Proteine, die Calcium daran hindern, sich in den Blutgefäßen abzulagern. Matrix Gla-Protein verhindert in den Gefäßwänden, dass sich Calcium bindet.

Aufnahme von Vitamin K

Eine normale Ernährung führt dem Körper hauptsächlich Vitamin K1 zu. Vitamin K2 kann im Darm gebildet werden. Dies geschieht jedoch in einem Teil des Darms, an dem die Aufnahmefähigkeit in den Körper nur gering ist.

Vitamin K2 kann vermehrt aufgenommen werden, wenn man verstärkt Vitamin-K2-haltige Lebensmittel zu sich nimmt, z.B. in Form von Eiern, Nieren, Natto oder eines Nahrungsergänzungsmittels.
Sowohl Herz als auch Leber können Vitamin K speichern. Im Gegensatz zu anderen fettlöslichen Vitaminen baut der Körper nur kleine Reserven an Vitamin K auf und verbraucht diese relativ schnell. Deswegen ist es wichtig, dieses Vitamin regelmäßig mit der Nahrung aufzunehmen.

Muttermilch enthält nur geringe Mengen an Vitamin K, weshalb Säuglingen häufig zusätzliches Vitamin K gegeben wird.

Synthetisches Vitamin K

Arzneimittel und einige Nahrungsergänzungsmittel enthalten synthetisches Vitamin K, sogenanntes Vitamin K3. Dies ist wasserlöslich und kann im Gegensatz zu den natürlichen Formen in großen Mengen giftig sein.

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