Milchsäure

Je besser man in Form ist, desto länger und härter kann man trainieren ohne dass sich Milchsäure bildet.

Milchsäure entsteht, wenn die Muskeln ohne Sauerstoff arbeiten und wird häufig im Zusammenhang mit Muskelkater genannt.

Wenn die Muskeln arbeiten, beispielsweise beim Sport, werden Glykogene, Proteine und Fette schrittweise in kleinere Einheiten zerlegt und verbrannt.

 

 

Welche Stoffe für die Verbrennung genutzt werden, hängt von Intensität und Dauer der Muskelarbeit ab, vom Fitnesslevel der Person und der Ernährung. Das Endprodukt dieses schrittweisen Abbauprozesses sind energiereiche Moleküle: ATP (Adenosintriphosphat). ATP findet sich in allen Zellen des Körpers und setzt bei seinem Abbau Energie frei, die für die Muskelbewegung benutzt wird. ATP kann in den Zellen nicht gespeichert werden und muss konstant neu gebildet werden.

Aerobe Atmung (Stoffwechsel mit Sauerstoff)

Wenn die Muskeln länger als eine Minute arbeiten müssen, ist der Verbrennungsprozess abhängig von Sauerstoff, damit genug Energie gebildet werden kann. Typische aerobe Trainingsformen sind Laufen, Radfahren und Schwimmen. Hier werden Nährstoffe schrittweise verbrannt. Stehen ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe zu Verfügung, können die Muskeln lange arbeiten ohne müde zu werden.

Anaerobe Atmung (Stoffwechsel ohne Sauerstoff)

Werden die Muskeln zu hart belastet, ist der Zugang zu Sauerstoff also nicht ausreichend, wird die Verbrennung anaerob. Wird Glukose ohne Sauerstoff verbrannt, wird der Abbauprozess angehalten. Übrig bleibt Milchsäure. Die Menge an ATP, die durch diesen Vorgang gebildet werden kann, ist wesentlich kleiner als bei der aeroben Atmung.

Wenn die Belastung der Muskeln ohne Sauerstoffzufuhr anhält, häuft sich die Milchsäure in den Muskeln an. Die Muskeln werden schwer und Bewegungen fallen immer weniger leicht. Die Milchsäure kann von den Muskeln ins Blut transportiert werden, wo sie den pH-Wert reduzieren kann. Das kann dazu führen, dass man sich körperlich schlechter fühlt. Wird das Training nun reduziert, wird die Milchsäure abgebaut und der Zugang zu Sauerstoff verbessert.

Regelmässiges Training vermindert Milchsäure

Die Schwelle für die Milchsäurebildung verschiebt sich, wenn man regelmässig trainiert. Je besser man in Form ist, desto länger und härter kann man trainieren ohne dass sich Milchsäure bildet.

Das Antioxidant Astaxanthin kann die Bildung von Milchsäure beim Training hemmen.

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