Cholesterin ist nicht nur ein Schlagwort, wenn es um Herz und Blutkreislauf geht, sondern auch ein wichtiger Baustein in unserem Körper.
Vielen ist Cholesterin ein Begriff, den man mit schlechten Blutwerten verbindet. Doch Cholesterin lässt sich in „gutes“ und „schlechtes“ Cholesterin unterteilen. Während man das „schlechte“ Cholesterin in der Ernährung vermeiden kann und sollte, erfüllt das „gute“ Cholesterin wichtige Aufgaben.
Cholesterine sind Blutfette, die ganz normal im Körper vorkommen. Sie dienen u.a. dem Schutz der Nervenzellen des Körpers. Cholesterin ist außerdem ein Rohstoff bei der körpereigenen Produktion bestimmter Hormone, beispielsweise Östrogen und Testosteron.
Cholesterin ist ein Lipid, ein fettartiger Stoff, der ein wichtiger Baustein in den Zellmembranen ist, die die äußerste Schale jeder Zelle darstellen. Cholesterin ist auch als Bestandteil im Innern jeder Zelle zu finden. Darüber hinaus benötigen wir Cholesterin, damit unser Verdauungssystem gut funktioniert.
Das meiste Cholesterin stammt aus der eigenen Produktion in der Leber, die zumeist nachts erfolgt, wenn wir schlafen. Die produzierte Menge ist einerseits von erblichen Faktoren, andererseits von den Hormonen im Körper abhängig. Zwischen 25 und 30 % des Cholesterins nehmen wir über die Nahrung auf.
Es gibt zwei Hauptsorten von Cholesterin, LDL (Low Density Lipoprotein) und HDL (High Density Lipoprotein). Es handelt sich dabei um Cholesterinpartikel, die mit Proteinen verbunden sind und im Blut zirkulieren.
LDL (Low Density Lipoprotein) enthält viel Cholesterin im Verhältnis zur Proteinmenge. Es wird auch „das schlechte Cholesterin“ genannt und bringt das Cholesterin von der Leber hinaus in die Zellen. Eventuelle Überschüsse werden an den Innenseiten der Arterien abgelagert. Niedrige LDL-Werte sind gut für den Körper.
HDL (High Density Lipoprotein) enthält weniger Cholesterin im Verhältnis zur Proteinmenge. Es wird auch „das gute Cholesterin“ genannt. HDL kann überflüssiges Cholesterin von den Arterienwänden lösen und zurück zur Lebertransportieren. Dort wird es abgebaut und anschließend aus dem Körper geschwemmt. Hohe HDL-Werte sind gut für den Körper.
Der Körper benötigt nicht viel Cholesterin, um normal funktionieren zu können. Oft essen wir die falschen Fettsorten, so dass wir mehr schlechtes Cholesterin zu uns nehmen, als gut für uns ist. Darum ist es leider ziemlich normal, dass Cholesterin im Körper gelagert wird. Das bedeutet, dass sich u.a. Ablagerungen von Fett und Calcium bilden, so dass das Blut nicht mehr so leicht durch die Blutgefäße strömen kann.
Nicht nur die Cholesterinmenge ist für eine Erhöhung des Cholesterinwertes verantwortlich, sondern auch die Art der Fettsäuren, die wir über die Nahrung aufnehmen. Gesättigte Fettsäuren enthalten das schlechte Cholesterin, während ungesättigte Fettsäuren das gute Cholesterin enthalten. Einfache Faustformel: Flüssige Fette sind gesünder als harte Fette.
Indem man die richtigen Fettsorten und Nahrungsmittel isst, kann man die Gesundheit von Herz und Kreislauf ganz einfach fördern: bspw. fettarme Milch und Käsesorten, magere Fleischsorten, Geflügel undFisch. Omega-3 hilft, die Blutgefäße rein zu halten, senkt Blutdruck und Triglyceridwerte und unterstützt so das Herz-Kreislaufsystem.
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